Donnerstag, 14. Mai
Aufteilung der Familien beim traditionellen Umtrunk im „Colombier“, begleitet von einer Begrüßungsrede, in der sich unsere Bürgermeisterin Joëlle JEGAT darüber freute, unser Partnerschaftsprojekt nach ihrer kürzlichen Wiederwahl auch in den kommenden sechs Jahren fortsetzen zu können. Der Bürgermeister von Freudenberg, Roger HENNING, stellte fest, dass er bereits zum sechsten Mal nach Saint-Arnoult gekommen sei, was ihm immer mehr das Gefühl gebe, „nach Hause zu kommen“.


Ein Abend in den Familien, an dem sich unsere deutschen Freunde von ihrer langen Reise zu uns erholen konnten.
Freitag, 15. Mai
Nachdem wir den Vormittag in den Familien verbracht und uns ausgetauscht haben, treffen wir uns um 11 Uhr zu einer Busfahrt zum Vélorail de la Juine in der Nähe von Etampes.
Ein Picknick bei der Ankunft mit regionalen Spezialitäten.




Offensichtlich haben die regionalen Produkte auch die Herzen erfreut!
Anschließend folgte eine kurze Einführung in die Geschichte des Vélorail, das die ehemalige, heute stillgelegte Strecke der ersten Eisenbahnen nutzt, die hier zwischen 1846 und 1856 entstanden waren.


Endlich geht es los: Wir steigen in diese ungewöhnlichen, mit Muskelkraft angetriebenen Fahrzeuge und legen etwa zehn Kilometer durch die Natur zurück. Die Mutigsten vorne, die Nachdenklicheren hinten.









Ein weiterer Abend in den Gastfamilien, bei dem die Gastgeber großen Wert darauf legten, den Gästen die französische Küche näherzubringen – und das alles in einer stets fröhlichen Atmosphäre.



Ein riesiges Raclette für eine große Gruppe!
Samstag, 16. Mai
Besuch des Marktes von Dourdan unter den Markthallen, die 1836 auf Initiative der Bürger der Stadt aus Stein und Holz an der Stelle eines ehemaligen königlichen Auditoriums aus Holz aus dem Jahr 1228 errichtet wurden!

Jede Familie suchte sich daraufhin in der Nähe eine Gaststätte, um sich zu stärken, während sie auf die Führungen durch Dourdan wartete, bei denen es – wie es sich gehört – um die mittelalterliche Burg von Dourdan und ihre alte Stadtmauer ging.








Der Tag endete wie üblich mit einem Galadinner im Colombier.
Nach dem gemeinsamen Aperitif folgten die Reden:
– Frau Joëlle JEGAT ging zunächst auf das diesjährige Programm ein, das sich auf das lokale Kulturerbe konzentriert, Dourdan und die Vélorail de la Juine, und an die Geschichte der Eisenbahn in Frankreich erinnerte, betonte sie „die Bedeutung dieser Auszeiten, die der Austausch im Rahmen von Städtepartnerschaften darstellt, bei denen man sich die Zeit nimmt, sich zu begegnen, einander zu verstehen und gemeinsam Brücken zwischen unseren Erfahrungen, unseren Kulturen und unseren Lebenswegen zu schlagen“.
– Herr Roger HENNING erwähnte, dass „es in dieser Welt, die rasante, ja sogar beunruhigende Veränderungen erlebt, ein Privileg ist, hier eine Gastfreundschaft erleben zu dürfen, die seit Jahrzehnten so tief verwurzelt und so aufrichtig ist“. Er lädt die Einwohner von Saint-Arnoult ein, im nächsten Jahr am Karneval in Deutschland teilzunehmen, der als „fünfte Jahreszeit“ gilt, in der die strengen Regeln des Alltags einem Moment weichen, in dem die Freude herrscht und wir gemeinsam dem Winter Lebewohl sagen.
– Frau Sonia Froidevaux, Vorsitzende unserer Städtepartnerschaft, dankte zunächst all jenen für ihr Engagement, die nun aus den Verwaltungsgremien ausgeschieden sind, sowie den neuen Mitgliedern, die diesen beitreten, sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite. Anschließend erinnerte sie an das Treffen dieser beiden Gremien im vergangenen Februar in Metz, „dessen Ziel es war, gemeinsame Aktionen zu vereinbaren, um das Interesse an der Städtepartnerschaft zu steigern, die Freundschaft zwischen unseren beiden Städten zu pflegen und ganz allgemein die Idee eines vereinten Europas zu fördern“. In diesem Sinne wird die Städtepartnerschaft beim Stadtfest von Saint-Arnoult vertreten sein und Produkte aus der Region Freudenberg verkaufen, die uns unsere Freunde mitgebracht haben.
– Schließlich erinnerte Frau Elisabeth Huba-Mang, Vorsitzende des DFC (Freundschaftskomitee in Freudenberg), daran, dass unsere Städtepartnerschaft nun schon über 30 Jahre besteht, „was einer Generation entspricht. 30 Jahre stehen für Entwicklung, Reifung und Wandel. Freundschaft wirkt oft wie ein Relikt aus einer anderen Zeit; sie muss jedoch gepflegt werden, um lebendig zu bleiben. Deshalb müssen wir alle darüber nachdenken, wie unsere nächsten 30 Jahre aussehen werden, und unsere Kinder mit einbeziehen.“


Gemeinsame Mahlzeiten an langen Tischen, an denen Gastgeber und Gäste zusammenkommen, und zum Abschluss Tanz für die Mutigsten.







Sonntag, 17. Mai
Gemeinsames Frühstück im Colombier, bevor unsere deutschen Freunde nach Freudenberg zurückkehren.


Bis zum nächsten Jahr in Freudenberg!
Bildnachweis: F. & G. Gallou, F. Duret, B. Delhorbe, S. Froidevaux
